Solange jeder Orgasmus für mich einen Migräneanfall bedeutete, war an Sex in jeder anderen Form außer der Masturbation überhaupt nicht zu denken. Wobei ja auch das Wichsen schon problematisch genug war, zu viel Leiden führte und mich manchmal auch zum Heulen brachte, weil alles so hoffnungslos war. Wichste ich nicht, ging es mir schlecht, weil ich dauergeil war und einen konstanten Ständer in der Hose hatte. Wichste ich, hatte ich grässliche Kopfschmerzen. Schon dieser Zwiespalt brachte mich manchmal beinahe um. An Sex mit Partner beziehungsweise mit Partnerin verschwendete ich unter den Umständen gar keinen Gedanken. Wenn das Solo schon so irrsinnig schwierig war, schied ein Paarlauf von selbst aus. Was dazu führte, dass ich ausgesprochen lange eine Jungfrau war, eine männliche Jungfrau, ohne jede Erfahrung mit dem, was für so viele Jungs in meinem Alter, also auch schon als Teens, so eine enorme Bedeutung besaß – das Ficken. Mit 18 ist doch heutzutage kaum jemand mehr noch Jungfrau; und zwar ganz egal, ob er Mädchen oder Junge ist. Das mit dem echten Sex und dem Vögeln geht doch schon viel früher los als mit 18, wenn man volljährig wird. Und so prahlten dann auch prompt rings um mich herum meine Freunde mit ihren interessanten erotischen Eroberungen und ihren geilen Fickerlebnissen, nur ich konnte nicht mitreden. Wobei ich nicht erst beim Poppen Halt machte in meiner sexuellen Einsiedelei; alles, was mit Mädchen zu tun hatte, war für mich tabu, denn alles konnte zu Sex führen, und wo Sex war, waren meine verdammten Kopfschmerzen nicht weit. Deshalb gab es für mich auch keinen Flirt, keine harmlosen Dates, keine vielsagenden Blicke, keine Liebesbriefchen, keinen Chat, keine sinnlichen Mails. All das, womit die anderen aus meiner Klasse, männliche wie weibliche Teens, einen großen Teil ihres Tages verbrachten, davon hielt ich mich konstant fern.
Weiterlesen...