Die Art Sexunfall, die mir passiert ist, ist wirklich absolut oberpeinlich. Ich schäme mich auch ganz gewaltig dafür und kann es heute eigentlich überhaupt nicht mehr verstehen, wie mir das passieren konnte. Trotzdem werde ich hier davon erzählen, denn ich hoffe, dass mein Bericht anderen helfen kann, nicht in dieselbe Falle zu tappen, in der ich mich so ahnungslos und dumm und naiv gefangen habe. Ich bin auf den ältesten Trick der Welt reingefallen; und zwar auf den Trick eines Heiratsschwindlers. Wobei die modernen Heiratsschwindler ja gar keine Eheschließung mehr versprechen, sondern lediglich eine Beziehung mit gutem Sex. Und wie die Heiratsschwindler früher erfüllen sie ihren Teil des Versprechens. Sie heiraten die betreffende Frau, oder sie haben regelmäßige Treffen mit ihr und ficken sie durch, dass sie sich im himmlischen Paradies glaubt. Bloß erwarten sie etwas als Gegenleistung für diesen Gefallen, den sie einem tun. Und diese Gegenleistung besteht nicht in einer Erwiderung der ganzen Liebesschwüre, darin, dass man wiederliebt und hilft, den Sex und die Erotik zu einem gemeinsamen aufregenden Abenteuer zu machen. Nein, die Gegenleistung, die solche Heiratsschwindler – oder nennen wir sie, angepasst an die moderne Zeit, doch lieber Sexschwindler, denn das trifft den Kern der Sache viel genauer – erwarten, das ist nichts anderes als die klingende Münze, um die sich ja bei so vielen Menschen so viel dreht. Der Stoff, aus dem die materialistischen Träume sind, an dem man Erfolg misst.
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